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Jüdisches Leben in Diez :

Aktuell

Der SPD-Kreisverband Rhein-Lahn und sein Vorsitzender Mike Weiland sind, wie jedes Jahr, auf Sommertour. An diesem Abend haben wir uns in Diez getroffen, um mehr über die Spuren jüdischen Lebens in unserer Stadt zu erfahren.

Das dies nicht einfach ist, auf den ersten Blick sind keine sichtbaren Gebäude, Erinnerungstafeln oder ähnliches zu erkennen, wurde den zahlreichen Teilnehmern, unter ihnen auch der Landrat des Rhein-Lahn Kreises, Frank Puchtler, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Michael Schnatz, Dr. Tanka Machalet, Wahlkreiskandidatin Bundestagswahl und die Stadtbürgermeisterin Annette Wick, schon zu Beginn des Abendspaziergangs deutlich.

Treffpunkt war der Kasernenplatz, auf dem der bestens vorbereitete Matthias Lang vom Museums- und Geschichtsvereins Diez und Umgebung e.V. eine erste Einführung zum Thema gab. Lang erläuterte, dass jüdisches Leben in Diez ab dem Mittelalter dokumentiert ist.

Die nicht mehr vorhandene Synagoge, die neue Synagoge, war unser erster Standort. Ein Teilnehmer konnte erzählen, dass er die in der Pogrom Nacht zerstörte Synagoge noch als Junge gesehen hat. Von dem Gebäude ist noch ein Fenster erhalten, das heute im Museumsgarten besichtigt werden kann. Aktuell erinnert nichts an dieses Gebäude.

Ebenso ist das ehemalige Kantorenhaus in der Altstadt nicht mehr kenntlich. Hier befand sich auch die alte Synagoge, beide Gebäude haben die NS-Zeit überstanden, da sie bereits vor 1933 verkauft wurden, und damit der Zerstörung entgingen.

Einzig an der Schlosstreppe erinnert eine Tafel an die Vertreibung der jüdischen Kinder des Kinderheims an das Geschehen. Die Tafel wurde in den neunziger Jahren nach einer tatsächlich stattgefunden statischen Überprüfung der Mauer, an der die Tafel befestigt ist, installiert, so der Bericht von Tobias Rösel vom Museums- und Geschichtsverein.

An das Kinderheim, die Kinder, die Leitung und an einige ehemalige Bürger erinnern heute Stolpersteine, die im vergangenen Jahr gelegt wurden. Diese Aktion soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden, wie Matthias Lang berichtet.

Jüdisches Leben wird nicht vergessen und den ehemaligen Bürgern wird erinnert werden.

 

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